Echo eines besonderen Tages 2026
Ein Tag voller Eindrücke
Wir haben viel gehört von „Mein Verein. Mein Sport. Mein Tag. “. Schön, dass Du dabei warst, mitgemacht hast und mit viel Bewegung neue Eindrücke unserer Vereine gewonnen hast. Vielleicht hast Du sogar Deinen Verein entdeckt, in dem Du künftig aktiv werden möchtest – das würde uns sehr freuen und wäre ein großer Erfolg für die Idee dieses Tages.
Dies war die zweite Veranstaltung des neuen Formats „Mein Verein. Mein Sport. Mein Tag. “. Natürlich wollen wir auch im kommenden Jahr wieder eine Action starten. Wir hoffen, dass sich das Format in Petershagen/Eggersdorf etabliert und weiterhin viele Sportbegeisterte mitreißt.
Danke, dass Du dabei warst – ob am Ball, in der Runde oder wo auch immer. Wir freuen uns schon jetzt auf das nächste Mal!
Hier folgt nun zwei Artikel unserer Redakteur über dieses Ereignisreiche Wochenenden
Zum zweiten Mal „Tag des Sports“
Mitmachaktionen, Ausprobieren, Spaß und Spiel
Der letzte Sonntag im August stand ganz im Zeichen der sportlichen Bewegung. Das Rathaus hatte Sportvereine und deren Aktive eingeladen, an diesem Event teilzunehmen, um sich Interessierten und ihren Sport zu präsentieren und vielleicht sogar neue Mitglieder zu gewinnen.
Auf dem Waldsportplatz, der am Freitag und Samstag vor allem im Zeichen des Jubiläums „100 Jahre Fußball in Petershagen“ stand, konnten am Sonntag kleine und große Sportbegeisterte sich beim Weitsprung ausprobieren, Volleyball oder Tischtennis spielen oder einfach nur Spaß auf der Hüpfburg haben.
„Gut Holz“ auf der Kegelbahn
Unter der Bibliothek, auf der Kegelbahn im Herzen von Eggersdorf, wartete Ingolf Polzin, Leiter der Abteilung Kegeln der SG Blau-Weiß Eggersdorf, mit seinen Mannen auf Besucher. „Wir haben in unserer Truppe 24 Mitglieder, treffen uns immer dienstags, ab 16 Uhr, zum Kegeln. Mit jeweils einer Frauen- und Männermannschaft nehmen wir auch an Kreisligawettkämpfen teil“, so der Vorsitzende.
Die Zeiten, in denen man für das Kegelaufstellen (die damals noch aus Holz waren) fünf Mark und eine Bockwurst bekam, sind vorbei, so Ingolf Polzin schmunzelnd.
Heute geschieht das Aufstellen selbstredend automatisch, und auch die Spielarten des Kegelsports sind kinder- und jugendfreund-licher gestaltet (wie zum Beispiel das Spiel Sargkegeln, bei dem der schlechteste Spieler in einem symbolischen Sarg landet). Trotzdem sieht es mit Nachwuchs schlecht aus, man würde sich über Hobbykegler sehr freuen; Interessenten seien deshalb jederzeit willkommen.
Wer aber etwa einfach nur mal bei einer privaten Veranstaltung eine Kugel schieben möchte, kann die Kegelbahn bei Ingolf Polzin auch gern dafür mieten.
Bei den Drachenbootfreunden am Bötzsee
Am Haus Bötzsee wiederum hatten sich die Mitglieder und Freude des Vereins Drachenbootfreunde versammelt.
Wer einfach nur mal in einem Drachenboot Platz nehmen oder sogar mit weiteren bis zu 24 Paddlern in den Bötzsee stechen wollte, der war dort willkommen. Beim Paddeln kommt es nicht allein auf Armkraft an, sondern auf Technik (etwa, dass Arme und Paddel ein Dreieck bilden müssen) und Koordination (schließlich darf man ja seinem Vordermann nicht in die Quere kommen).
Der Verein, der seit 2010 existiert und früher in Strausberg ansässig war, ist 2019 nach Eggersdorf um - und in sein Domizil am Bötzsee eingezogen.
Karsten Doss, Mitglied des Vorstands, erzählte vom Beginn des Vereins mit elf Mitgliedern und dem Kauf des ersten Drachenboots 2010, welches nicht in einen Überseecontainer passte und deshalb nach Ankunft in Bremen erst noch zusammengesetzt werden musste.
René Wolf, Vereinsvorsitzender, vollzog dann an zwei neuen Booten eine taoistische Taufe, die dazu diente, den Drachen des Bootes zu besänftigen und ihn schließlich zum Leben zu erwecken.
In seiner Rede erinnerte er an erfolgreiche Zeiten, deren Höhepunkt 2016 war, als man das erste Mal an den Deutschen Meisterschaften in Berlin teilnahm und sich dort aufgrund des erfolgreichen Abschneidens für die Clubcrew-Europameisterschaften 2017 in Frankreich qualifizierte. Der größte Erfolg sei der Gewinn der Bronzemedaille über die 200-Meter-Distanz gewesen.
Nachdem damals die besten Paddler in die Nationalteams des Deutschen Drachenboot-verbands und des Deutschen Kanuverbands wechselten, habe man heute vom Leistungssport Abstand genommen, was dem Verein aber keinesfalls schadete, sondern sogar noch mehr zusammenschweißte.
Aber auch hier sei man trotz der 38 Mitglieder an Nachwuchs interessiert. Auf Interessenten würde eine lustige, gesellige und familiäre Truppe warten, so René Wolf.
Lars Jendreizik
Von Legendenspiel bis Lasershow
100 Jahre Fußball gefeiert
Die Wurzeln des heutigen Vereins reichen zurück bis in die 1920er Jahre. Während sich im Juli 1927 in Petershagen der SV Victoria Petershagen gründete, entstanden bereits am 9. Mai 1926 in Eggersdorf gleich zwei Sportvereine – der Radfahrverein Zukunft und der Fußballverein Stern Eggersdorf.
Drei Tage wurde auf dem Waldsportplatz dieses Jubiläum gefeiert, vom 28.-30. August. Ein pralles Programm hatten die Verantwortlichen des Vereins aufgestellt. Ein Christiano Ronaldo-Double zeigte kunstvolles Jonglieren am Ball, eine Zeitkapsel wurde vergraben. Es gab eine Fotoausstellung, eine Lasershow und vieles mehr. Vor allem für die Kinder gab es einiges zu erleben. Zum Programm gehörten jede Menge Party-Stimmung und natürlich: Fußball – Fußball – Fußball.
Ein echter Höhepunkt im Programm war das sogenannte „Spiel der Legenden“. In diesem Fußballspiel trafen Blau-Weiß-Fußballer auf eine Auswahl ehemaliger Fußballer aus Märkisch-Oderland. Nach einer torlosen ersten Halbzeit, gespielt wurden zweimal 40 Minuten, fiel in der 67. Minute. 5:2 hieß es am Ende für die MOL-Auswahl. Die Tore schossen: 1:0 Sebastian Theissen, 2:0 Michael Jede, 3:0 Tobias Opitz, 3:1 Enrico Butter, 4:1 Oliver Mertins, 5:1 Stephan Ilausky, 5:2 Oliver Wittki).
Auch am zweiten Tag der Festspiele bei Blau-Weiß gab es Jubel, denn die neuformierte
1. Männermannschaft des Vereins, jetzt in der Ostbrandenburgliga (Kreisoberliga), gewann das Heimspiel gegen die Spielgemeinschaft Hennickendorf/Rehfelde mit 3:1.
Am Sonntag gab es dann noch eine besondere Ehrung. Der Fußballkreis Ostbrandenburg verlieh Gerd Lehmann und Peter Drews jeweils die Goldene Ehrennadel für besondere Verdienste um den Fußball in der Region. Beide waren lange Zeit in Führungsfunktionen bei Blau-Weiß tätig. Gerd Lehmann ist Ehrenpräsident des Vereins.
Edgar Nemschok
Noch eine kleine Korrektur zum Dodo/08: Der Kinderhilfeverein hat eine VIERstellige Summe gespendet für verschiedenste Kinderaktionen an den drei tollen Tagen.