Pflanzlöcher werden vorbereitet für neue Straßenbäume in der Annenstraße.

Pflanzlöcher werden vorbereitet für neue Straßenbäume in der Annenstraße.

200 neue Bäume

Es wird grüner. Im November und Dezember ist Pflanzzeit in der Gemeinde. Mehr...

200 neue Bäume für unsere Gemeinde
Umfangreiche Baumpflanzungen im November und Dezember 2026

Unsere Gemeinde wird immer grüner. Im Zeitraum von November bis Dezember 2026 werden im Gemeindegebiet insgesamt rund 200 neue Bäume gepflanzt. Die Pflanzungen verteilen sich auf zahlreiche Straßen und dienen der nachhaltigen Entwicklung und Ergänzung unseres kommunalen Baumbestandes.

Neue Bäume sind unter anderem im Mierwerder Weg, der Margaretenstraße, in der Annenstraße, der Ilsenstraße, Hertastraße, Friedhofstraße, Elbestraße, Unionstraße, Rathausstraße, Körperstraße, in der Karl-Liebknecht-Straße (Egg.), sowie in der Hardenbergstraße, Waldfriedenstraße, Simrockstraße vorgesehen.

Die vorgesehenen Pflanzstandorte wurden im Vorfeld definiert. Die örtlichen Gegebenheiten wurden dabei berücksichtigt. Es handelt sich sowohl um Ersatzpflanzungen und Ausgleichsmaßnahmen als auch um gezielte Lückenschlüsse innerhalb vorhandener Grün- und Baumstrukturen.

Lücken schließen und vorhandenes Grün weiterentwickeln

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf dem Lückenschluss. Vorhandene Baumreihen und Grünstrukturen sollen nicht nur erhalten, sondern dort, wo Unterbrechungen entstanden sind, wieder ergänzt und verdichtet werden. Dies ist sowohl aus naturschutzfachlicher als auch aus naturschutzrechtlicher Sicht bedeutsam.

Dadurch entstehen langfristig zusammenhängende grüne Bereiche sowie Trittstein- und Verbindungsstrukturen, die insbesondere Nist- und Brutvögeln sowie weiteren Tierarten Lebens-, Nahrungs- und Rückzugsräume bieten können.

Gleichzeitig gewinnen zusammenhängende Baum- und Grünstrukturen angesichts der klimatischen Veränderungen zunehmend an Bedeutung.

Die Bäume sollen künftig Schatten spenden, die starke sommerliche Aufheizung der Straßenräume reduzieren und insbesondere auch die Verkehrsnebenräume ökologisch und klimatisch aufwerten.

Bäume als Teil des natürlichen Wasserkreislaufs

Eine wichtige, oftmals weniger sichtbare Funktion übernimmt der Baumbestand auch innerhalb des natürlichen Wasserkreislaufs. Über ihre Wurzeln nehmen Bäume Wasser aus dem Boden auf und geben einen großen Teil davon über ihre Blätter wieder an die Atmosphäre ab. Quasi als biologischen Pumpe. Zusammen mit der Verdunstung aus Böden und Vegetationsflächen trägt dieser Prozess dazu bei, das Umfeld abzukühlen.

Gleichzeitig verbessern durchwurzelte und unversiegelte Böden die Aufnahme und Speicherung von Niederschlagswasser. Wasser kann versickern und – abhängig von Bodenbeschaffenheit, Niederschlagsmenge und weiteren Standortfaktoren – langfristig auch zur Grundwasserneubildung beitragen. Damit erfüllen Bäume gleich mehrere wichtige Funktionen.

Sie beschatten und kühlen den Straßenraum, beeinflussen den lokalen Wasserhaushalt und unterstützen einen möglichst natürlichen Umgang mit Niederschlagswasser. Gerade deshalb sind ausreichend große, unversiegelte und funktionsfähige Baumstandorte ein wichtiger Bestandteil einer klimaangepassten Gemeindeentwicklung.

Unterschiedliche Baumarten für unterschiedliche Standorte

Bei der Auswahl der Baumarten wird bewusst der jeweilige Standort berücksichtigt. Im Straßenraum kommt unter anderem die Hainbuche „Lucas“ zum Einsatz. Durch ihren vergleichsweisen schmalen, säulenförmigen Wuchs eignet sie sich besonders für Standorte, an denen für eine breite Kronenentwicklung nur begrenzt Raum zur Verfügung steht.
Daneben wird der Feldahorn gepflanzt. Er ist als robuste und anpassungsfähige Baumart für zahlreiche Standorte im Siedlungsbereich geeignet.
In waldnahen Randbereichen wird darüber hinaus die heimische Rotbuche verwendet. Hier soll bewusst an vorhandene naturnahe Strukturen angeknüpft und der Übergang zwischen Siedlungsraum, Landschaft und Wald gestärkt werden.
Mit der Auswahl verschiedener Baumarten verfolgt die Gemeinde das Ziel, einen vielfältigen, standortgerechten und langfristig widerstandsfähigen Baumbestand aufzubauen.

Investition in das Grün von morgen

Die rund 200 neu gepflanzten Bäume sind damit weit mehr als die Summe einzelner neuer Bäume. Mehr Beschattung, kühlere Straßen- und Nebenräume, weniger Aufheizung versiegelter Flächen, ein verbesserter natürlicher Wasserhaushalt und besser miteinander verbundene Lebensräume für Tiere und Pflanzen sind wesentliche Ziele dieser Maßnahmen.
Da es im Zuge der Pflanzarbeiten zeitweise zu kleineren Einschränkungen im Straßen- und Seitenraumbereich kommen kann, bitten wir alle Anwohnerinnen und Anwohner um Verständnis und gegenseitige Rücksichtnahme.
Informationen zu den konkreten Pflanzstandorten können beim Bereich Umwelt und Naturschutz der Gemeinde (Tel.: 03341/41 49 524) erfragt werden.

Foto: K. Brandau