Gemeinsam gegen invasive Pflanzen

Gemeinsam gegen invasive Pflanzen

Tipps für die sichere Entfernung von Ambrosia und Staudenknöterich

 

In unserer Gemeinde tauchen immer wieder invasive Pflanzen wie die Beifußblättrige Ambrosie und der Staudenknöterich auf. Diese Gewächse breiten sich rasant aus und können sowohl gesundheitliche als auch ökologische Probleme verursachen. Daher ist es von größter Bedeutung, sie effektiv zu bekämpfen und ihre Verbreitung zu verhindern.

Die Ambrosia kann heftige Allergien auslösen. Wer sie entfernt, sollte unbedingt Handschuhe und Atemschutz tragen. Der Staudenknöterich, auch bekannt als Japanischer oder Sachalin-Knöterich, darf keinesfalls zerschnitten oder seine Wurzeln (Rhizome) verschleppt werden, da daraus sofort neue Pflanzen entstehen. Biomasse wie Blätter oder Wurzeln gehört niemals auf den eigenen Kompost, sondern muss in den Restmüll oder zu speziellen Verbrennungs- und Kompostieranlagen gebracht werden.

Wer selbst aktiv wird, sollte einige wichtige Punkte beachten: Während der Arbeit darf nicht gegessen, getrunken oder geraucht werden, und verschmutzte Arbeitskleidung gehört nicht in Aufenthaltsräume. Hautkontakt mit den Pflanzen ist unbedingt zu vermeiden, und die Pflanzen sollten nach Möglichkeit vor der Blüte entfernt werden.

Nach der Arbeit müssen Werkzeuge, Schuhe und Arbeitsmittel gründlich gereinigt werden, um keine Pflanzenteile zu verschleppen. Auch nach Jahren sollte der Standort immer wieder kontrolliert werden, denn Ambrosia-Samen können bis zu zehn Jahre keimfähig bleiben.

Für die Bekämpfung gibt es unterschiedliche Methoden: Kleine Ambrosia-Bestände können samt Wurzeln vor der Blüte ausgerissen werden. Größere Flächen sollten ab Juli alle drei Wochen tief gemäht werden, um die Samenbildung zu verhindern. Arbeiten während der Hauptblüte im August und September sind zu vermeiden, um den Pollenflug nicht zu verstärken.

Beim Staudenknöterich sollte man niemals hacken oder fräsen. Das Zerstückeln der Wurzeln regt das Wachstum nur an. Besser ist regelmäßiges Mähen oder Mulchen – acht bis zehn Mal pro Jahr – oder bei kleinen Beständen das Ausgraben mitsamt aller Wurzeln.

Die Entsorgung erfolgt je nach Menge: Kleine Mengen kommen gut verpackt in die Restmülltonne. Größere Mengen müssen verbrannt werden (wenn erlaubt) oder bei der Schadstoffannahme an der B1 bzw. Grünschnittsammelstellen abgegeben werden, die eine sichere thermische Behandlung gewährleisten.

Nur durch sorgfältiges Handeln können wir die Ausbreitung dieser Pflanzen stoppen und unsere Umwelt schützen. Helfen Sie mit und achten Sie auf die Sicherheit bei der Entfernung von Ambrosia und Staudenknöterich.

Außerdem möchten wir Sie sensibilisieren, wenn Sie im öffentlichen Raum Ambrosia und Staudenknöterich sichten. In diesem Fall bitten wir Sie, diese in unserem Maerker zu melden, damit wir uns um die Entfernung kümmern können. Bitte geben Sie den genauen Standort an und fügen Sie eventuell ein Foto bei, damit wir entscheiden können, um welche Pflanze es sich handelt.

Herzlichen Dank für Ihr Mitwirken zu diesem Thema.

 

Hanns Otto Brahms, Online-Redakteur
Foto:Adobe Stock: red tapes HDSESINER

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