20 einfache Ideen für mehr Leben im Garten
Igel, Wildbienen, Blindschleichen und Co. haben es im heimischen Garten oft schwer. Genau hier setzt das innovative Projekt von Stachelkugel e.V. und NABU an, das seit Mai in unserem Doppeldorf läuft. Die Idee dahinter ist so einfach wie bezaubernd: Mit kleinen Handgriffen wird der eigene Garten zu einem ganzjährigen Paradies für Pflanzen und Tiere.
Sie tun schon viel, aber es geht noch mehr
Viele von Ihnen haben die Natur bereits ins Herz geschlossen und in so manchem Garten wurde schon einiges für Igel, Bienen und Insekten getan. Wer jedoch auf der Suche nach neuen Inspirationen ist, findet im Projekt gleich 20 Maßnahmen für alle Jahreszeiten. Den Auftakt im Frühjahr machte der mähfreie Mai, damit Wildkräuter im Rasen blühen können und Bestäuber Nahrung finden. Ebenso simpel: auf Chemie im Garten verzichten und nachts das Licht ausschalten, notfalls hilft ein Bewegungsmelder mit warmweißem Licht. Im Sommer freuen sich Igel, Vögel und Insekten über flache Wassertränken. Für Wildbienen lohnt sich zudem die Pflanzung heimischer Wildstauden. Insektenhotels und Vogelnistkästen sieht man inzwischen an vielen Zäunen, spannend dabei: Die meisten Wildbienen nisten gar nicht im Insektenhotel, sondern im Boden. Offene Sandflächen im Garten sind für sie also Gold wert.
Gut für die Natur, gut für den Igel
Ab September sollte der Mähroboter Pause machen, zumindest in der Dämmerung und nachts, sofern er überhaupt zum Einsatz kommt. In der Igelstation von Stachelkugel e.V. weiß man leider nur zu gut, was passiert, wenn Igel und Mähroboter aufeinandertreffen: Bei Gefahr rollen sich die Tiere ein, statt wegzulaufen. Damit überhaupt ein Igel im Garten vorbeischaut, braucht es im Zaun eine kleine Durchlassöffnung von mindestens 13 mal 13 Zentimetern und am besten auch etwas zu fressen. Käfer, Würmer und Spinnen finden sich gern in Totholzhaufen, einfach ein paar Äste übereinanderstapeln reicht schon. Auch eine Benjeshecke aus aufgeschichteten Ästen und Zweigen zwischen Pfählen lohnt sich, hier wurden schon Blindschleichen bei der Paarung beobachtet. Wer im Herbst und Winter ein Winterquartier für Igel anbieten möchte, legt einfach einen Laub- oder Reisighaufen in eine ruhige Ecke des Gartens.
Plakette für den Gartenzaun
Wer mindestens 5 der 20 Maßnahmen im eigenen Garten umsetzt und Fotos davon an Stachelkugel e.V. oder den NABU schickt, bekommt eine hochwertige, wetterfeste Plakette für den Gartenzaun. Sie zeigt allen Vorbeigehenden: Hier wird aktiv etwas für die Natur getan. Projektheft, Stempelkarte und weitere Informationen gibt es unter steffi.schwabe@stachelkugel.com und nabu-doppeldorf@gmx.de sowie auf www.stachelkugel.de.
Ihr Garten kann mehr. Probieren Sie es aus: Oft genügen ein, zwei kleine Veränderungen, und Igel, Bienen und Co. finden ein neues Zuhause. Und wer weiß – vielleicht prangt bald eine Plakette an Ihrem Gartenzaun. Wir sind gespannt, was in unseren Gärten in diesem Jahr für die Natur alles wächst und blüht.
Also los – freuen Sie sich über die Natur und über die Plakette.
Hanns Otto Brahms, Online-Redakteur
Foto: NABU Petershagen/Eggersdorf



