Vielen Dank für Ihre Nachfrage – hier die Antwort
Jetzt im Winter stechen sie ins Auge: Misteln in unseren Straßenbäumen. Aus aktuellem Anlass aus der Bürgerschaft informieren wir Sie und geben einen Überblick zur Lage.
Die Gemeinde Petershagen/Eggersdorf kontrolliert alle rund 14.000 Straßenbäume mindestens einmal im Jahr. Dabei prüfen wir: Wie geht es den Bäumen? Sind sie verkehrssicher? Gibt es baumfremden Bewuchs wie Efeu oder Misteln?
Warum nehmen Misteln zu?
Viele unserer Straßenbäume sind durch jahrelange Trockenheit und starke Hitze geschwächt. Es regnet zu wenig, zugleich ist die Sonneneinstrahlung stark. Die Folge: Die Bäume transportieren nicht mehr genug Wasser bis in die Kronen. Diese Schwäche nutzen Parasiten wie die Weiße Mistel – sie breiten sich aus. Besonders im Winter ist der Befall gut sichtbar.
Pflege mit Rücksicht auf Natur und Sicherheit
Misteln gehören zur Baumpflege. Zugleich haben sie ökologische Bedeutung: Im Winter sind sie eine wichtige Nahrungsquelle für Tiere. Deshalb wägen wir notwendige Maßnahmen sorgfältig ab.
Baumpflegeschnitte erfolgen überwiegend im zweiten Quartal, wenn die Bäume wachsen und Schnittwunden besser verkraften.
Ist jedoch mehr als etwa 30 Prozent der Krone mit Misteln befallen, leidet der Baum stark. Dann sind größere Eingriffe nötig – und aus Gründen der Verkehrssicherheit bleibt manchmal nur die Fällung.
Blick nach vorn
Der zunehmende Mistelbefall steht im Zusammenhang mit dem Klimawandel und stellt die Gemeinde vor große Herausforderungen. Die Entfernung ist aufwendig und teuer. Künftig wollen wir mehr Mittel für die Beseitigung starken Befalls einplanen. Ziel bleibt, unsere Straßenbäume möglichst lange zu erhalten – im Einklang mit Sicherheit sowie Umwelt- und Naturschutz.
Es kommen also viele Faktoren zusammen, wenn es um Misteln in unseren Bäumen geht. Vielen Dank für Ihre Nachricht über den Märker.
PS: Nutzen Sie den Märker gern weiter und melden Sie, was Ihnen auffällt. So helfen Sie uns, Probleme frühzeitig zu erkennen – und gemeinsam Lösungen zu finden.
Hanns Otto Brahms, Online-Redakteur



