Fokusberatungen zum kommunalen Klimaschutz

1. Sitzung des Klimabeirates

Die Gemeinde Petershagen/Eggersdorf plant ihre Energie- und Klimaschutzaktivitäten strategisch aufzustellen und zu intensivieren. Zu diesem Zweck wird die Gemeinde eine Fokusberatung Klimaschutz durchführen. Zielsetzung ist es, eine angepasste Entscheidungsgrundlage und Strategie zu den künftigen Energie- und Klimaschutzaktivitäten zu entwickeln. Das Projekt soll außerdem dazu dienen, eine höhere Sensibilität für die Themen Energie, Klimaschutz und Klimaanpassung auf Ebene der Gemeindeverwaltung und Gemeindepolitik herzustellen und einen Klimaschutzprozess anzustoßen, der die bisherigen Aktivitäten der Gemeinde berücksichtigt und integriert.

Das Förderprojekt trägt der Titel „Fokusberatung kommunaler Klimaschutz in der Gemeinde Petershagen/Eggersdorf“ und wird vom Bundesumweltministerium im Rahmen der nationalen Klimaschutzinitiative unter dem Förderkennzeichen 03K13253 geführt. Der Bewilligungszeitraum des Vorhabens läuft vom 01. Mai 2020 bis zum 31. Oktober 2021. Mit der Umsetzung des Förderprogramms hat das Bundesumweltministerium den Projektträger Jülich beauftragt, der unter dem folgenden Link zu erreichen ist:

https://www.ptj.de/klimaschutzinitiative-kommunen

Nationale Klimaschutzinitiative

Mit der nationalen Klimaschutzinitiative initiiert und fördert das Bundesumweltministerium seit 2008 zahlreiche Projekte, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen leisten. Ihre Programme und Projekte decken ein breites Spektrum an Klimaschutzaktivitäten ab; Von der Entwicklung langfristiger Strategien bis hin zu konkreten Hilfestellungen und investiven Fördermaßnahmen. Diese Vielfalt ist ein Garant für gute Ideen. Die nationale Klimaschutzrichtlinie trägt zu einer Verankerung des Klimaschutzes vor Ort bei. Von ihr profitieren Verbraucherinnen und Verbraucher ebenso wie Unternehmen, Kommunen und Bildungseinrichtungen. 

2. Sitzung des Klimabeirates

Ideen für Maßnahmen zusammengetragen

Wie soll unser Beitrag zum Klimaschutz bis zum Jahr 2030 aussehen? Welche Maßnahmen könnten wir uns vorstellen? Wollen wir sie anhand von konkreten Zahlen messen (quantitativ) oder in Worte formulieren, was wir erreichen wollen (qualitativ)? All diese Fragen haben die Mitglieder der Arbeitsgruppe Klimaschutz auf ihrem zweiten Workshop am 28. Oktober in der Aula der Grundschule Eggersdorf diskutiert.
Dr. Gabi Zink-Ehlert von der energielenker Beratungs-GmbH empfahl, Eckpunkte für ein klimapolitisches Leitbild festzulegen und Vorschläge für erste Maßnahmen zu sammeln. Dass die Gemeinde als Vorbild beim Klimaschutz vorangehen sollte, darin waren sich alle Teilnehmer einig. Hier ist sie auch schon auf gutem Weg: Blühwiesen statt Rasen auf kommunalen Flächen, Solarenergie von kommunalen Dächern (Bauhof), Elektroautos im Fuhrpark (ein zweites wurde kürzlich angeschafft). Den Individualverkehr zu reduzieren, Geh- und Radwege auszubauen, den öffentlichen Nahverkehr zu stärken, Energie einzusparen, sowohl im gewerblichen wie auch im privaten Bereich, lokale Akteure stärker einzubinden, all das sind weitere Eckpunkte, die benannt wurden. Ein Handlungsfeld sollen auch Maßnahmen zur Anpassung an die Klimakrise sein. Hier könnte es u.a. darum gehen, den Baumbestand im Gemeindegebiet zu sichern, Altbäume zu erhalten, Regenwasser in der Gemeinde zu halten, um den Wasserhaushalt zu stabilisieren. Dr. Gabi Zink-Ehlert wird all die Ideen nun zusammenfassen. Die AG trifft sich im Januar 2021 erneut, um die Fokusberatung fortzusetzen. Ein mögliches Fazit des Projektes könnte sein, dass die Gemeinde sich entschließt, ein kommunales Klimaschutzkonzept zu erstellen und einen Klimaschutzbeauftragten einzusetzen.
 

 

Das Projekt wird gefördert durch: