Bürgermeister Marco Rutter im Rathaus Eggersdorf

Bürgermeister Marco Rutter im Rathaus Eggersdorf

Bürgermeister berichtet

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Bericht des Bürgermeisters zur Sitzung der Gemeindevertreter am 22.01.2026. 

Leitartikel Januar 2026 im Ortsblatt, Seite 3:
Blick ins Jahr 2026
Liebe Bürgerinnen und Bürger,
die ersten Tage des neuen Jahres liegen nun schon hinter uns. Ich hoffe, Sie haben den Jahreswechsel in froher Runde verbracht und sind mit Optimismus und neu gesteckten Zielen in die vor uns liegenden Monate gestartet. Persönlich wünsche ich Ihnen dafür alles erdenklich Gute, vor allem Gesundheit, Schaffenskraft und viele glückliche Momente. Vielleicht haben Sie sich auch mit sportlichen Vorsätzen auf den Weg begeben. Dann dürften Sie unsere Freude über die Betriebsaufnahme der neuen Mühlenfließhalle teilen. Noch vor dem offiziellen Start des Schulsports haben unsere aktiven Vereine die Halle in Beschlag genommen. Das Angebot erstreckt sich von Tischtennis, Volleyball und Karate bis hin zum Training der Leichtathleten und Fußballer. Eingeordnet sind auch Kurszeiten für Pilates und den Gesundheitssport unserer Senioren. Sogar das Männerballett des ECC nutzt den neuen Trainingsort und das Team des Jugendclubs bietet der heranwachsenden Generation eine sinnvolle Freizeitgestaltung an. Anfragen erreichten uns auch zur Etablierung neuer Yoga- und Krabbelgruppen. Entstanden ist damit weit mehr als nur eine Sportanlage, es entwickelt sich so ein neuer Ort der Begegnung, des Miteinanders, des aktiven Ortslebens.
Diese Ziele verbinden wir auch mit der Entwicklung des Waldsportplatzes. Die Beschlüsse der Gemeindevertretung im Dezember haben dafür den Weg geebnet, mit Nachdruck sowie der klaren Botschaft eigener Investitionsbereitschaft um eine Förderung aus Bundes- wie auch Landemitteln zu werben. Hoffen wir also, dass dies zusammen mit dem beeindruckenden Trainingseifer und den großen Erfolgen unserer Sportvereine auch die Hüter der Fördertöpfe überzeugt. Der Zeitpunkt dafür könnte jedenfalls nicht besser gewählt sein, als zum aktuell 100. Geburtstag des „Waldi“. Auch zur damaligen Zeit prägten ein aktives Miteinander und gesellschaftlicher Weitblick die Entwicklungen an diesem Ort. Gewandelt hat sich über die Jahre jedoch nicht nur der Umfang der Sportarten, die auf der Anlage ihr Zuhause gefunden haben. Auch die technischen Vorgaben an Qualität und Sicherheit verlangen heute einen höheren Standard. Ohne Investitionen geht es daher nicht mehr.  Auch wenn die sportlichen Vorsätze nicht gleich zu den Spitzenleistungen unserer Fußballer und Leichtathleten gereichen. Die besondere Atmosphäre der Waldlage als auch die mitreißende Stimmung auf dem Platz sind über die Ortsgrenzen hinaus bekannt. Dem konnten sich schon Generationen von Sportlern nicht entziehen, weshalb wir in diesem Jahr das 100. Jubiläum des Fußballsports begehen können. Freuen wir uns also gemeinsam auf ein aktives und bewegendes Jahr 2026.

Leitartikel Dezember 2025 im Ortsblatt, Seite 3:
Stimmungsvolle Adventszeit
Wenn dieser Tage Spaziergänge durch unseren Ort besondere Freude bereiten, dann liegt dies an der stimmungsvollen Dekoration und festlichen Beleuchtung vieler Häuser und Grundstücke. Aber nicht nur unsere Bürger sorgen für ein festliches Ambiente, auch das Team vom Bauhof hat mit neuen Lichtelementen öffentliche Plätze und Wege in Szene gesetzt. Und Dank des großen ehrenamtlichen Engagements und der Kreativität unserer Vereine ist auch der vorweihnachtliche Kalender gut gefüllt. Ob Lichterfest, Adventsmarkt oder bei einem der zahlreichen Konzerte, auf den Zauber der Adventszeit trifft man bei vielen Gelegenheiten. So in besondere Stimmung versetzt, neigt sich hoffentlich auch für Sie ein erfolgreiches und zufriedenstellendes Jahr dem Ende. 
Für uns als Gemeinde fällt die Fertigstellung der Mühlenfließhalle in diese Zeit. Vorbei ist damit nicht nur der unschöne Schulweg zum Sportunterricht nach Strausberg. Mit der Nutzung auch durch Hort, Jugendclub und Vereine ist ein neuer Ort des Zusammenlebens und der Gemeinschaft entstanden. Damit reiht sich dieses Projekt in die zurückliegende Eröffnung des neuen Sportfeldes auf dem Waldsportplatz ein. Zu gemeinsamen Touren in die nähere Umgebung lädt aber auch die Heuwegbrücke ein und mit den nächsten Schritten zur Sanierung von Giebel- und Teilungssee gibt es dort nicht nur bei winterlichen Spaziergängen Neues zu entdecken. 
Mit Blick auf den anstehenden Jahreswechsel warten wir sehnlichst auf die Erteilung der Baugenehmigungen für das Haus Mühle und für die Sanierung des Dorfsaals. Zur Bewahrung der Ortsgeschichte soll es dann beim Erhalt der alten Schmiede weitergehen und mit den jüngsten Beschlüssen der Gemeindevertretung rückt auch die neue Bibliothek am Anger einen weiteren Schritt näher. Platz wurde zudem in der Wilhelm-Pieck-Straße für den Neubau eines barrierefreien Appartementhauses geschaffen, welches das Angebot bei Pflegebedürftigkeit zeitgemäß erweitern soll. 
Auch wenn der Ausblick wieder viel Arbeit verheißt, so möchte ich Ihnen eine frohe, erholsame und besinnliche Weihnachtszeit wünschen. Nutzen Sie die festlichen Tage für die Dinge, die sonst häufig zu kurz kommen. Ein gutes Buch, Gespräche in der Familie, das Ausprobieren neuer Kochrezepte oder ausgedehnte Spaziergänge in der Natur. Genießen Sie Ruhe und Entspannung, schöpfen Sie Kraft für neue Herausforderungen und Ideen.

Leitartikel November 2025 im Ortsblatt, Seite 3:
Mit Weitblick geplant
Zu den wohl emotionalsten Schilderungen, die ich in Gesprächen mit Bürgern unseres Ortes aufnehmen durfte, zählt die leider oft erfolglose Suche nach der passenden Wohnung. Ob im Alter, wenn Haus und Hof zu beschwerlich werden, oder beim Wunsch nach dem ersten eigenen Haushalt - im liebgewonnenen Ort und im vertrauten Umfeld ist das Angebot an kleinteiligem Wohnraum sehr gering. Mit den jüngst durch die Gemeindevertretung gefassten Beschlüssen zum Bebauungsplan Tasdorfer Straße ist nun Besserung in Sicht. Statt der ursprünglich auf dieser Fläche vorgesehenen Bebauung mit Einfamilienhäusern, bilden nun gut 80 Mietwohnungen den Kern der Nutzung. Die barrierefreien, meist über zwei oder drei Räume verfügenden Wohnungen sollen aufgelockert gegliedert und mit Balkon oder Terrasse ausgestattet werden. Für 20 Prozent der Wohnungen ist außerdem die Einhaltung sozialer Kriterien vereinbart, um auch den Anforderungen an geförderten Wohnraum gerecht werden zu können. 
Lediglich in Randlagen entstehen Doppelhäuser, um optisch den Übergang zu gestalten und das Wohnen von Generationen im Verbund zu ermöglichen. Vorgesehen sind auch verschieden gestaltete Grünflächen, in die auch ein großer öffentlicher Spielplatz eingebettet wird. Ein Wegenetz für den Geh- und Radverkehr verbessert die Erreichbarkeit von Schule, Bus oder Lebensmittelmarkt. Mit der Wiederherstellung alter Gräben und deren Anbindung an ein Feldsoll werden zudem Wasserhaushalt und Artenvielfalt gestärkt. Überdies erhalten wir als Gemeinde auch eine Fläche für den Bau einer Kita ins Eigentum übertragen. Ist die Nachfrage nach Kitabetreuung zwar derzeit gedeckt, sind so alle Voraussetzungen für eine schnelle Kapazitätsausweitung geschaffen. Lange Wartezeiten auf einen Kitaplatz sollen damit eine Erfahrung der Vergangenheit bleiben.
Und noch etwas ist am nun abgeschlossenen Planverfahren neu. Im partnerschaftlichen Miteinander beteiligt sich der private Investor direkt an den Kosten unserer gemeindlichen Infrastruktur. Konkret fließt der vereinbarte Betrag in den dringenden Ausbau und die Modernisierung des Grundschulcampus Eggersdorf. Mit der neuen Sportanlage ist dort bereits viel in Bewegung, eine neue Mensa wie auch zusätzliche Klassen- und Fachräume sind bereits in der Vorbereitung. So im Zusammenhang gedacht, konsequent geplant und vertraglich geregelt, sollen Planungen zur Ortsentwicklung auch zukünftig bestehende Probleme möglichst breit aufgreifen und den Ausgleich zwischen verschiedenen Interessen und Bedarfen finden. 

Leitartikel Oktober 2025 im Ortsblatt, Seite 3:
Neues schaffen, Altes erhalten
Ein Baugerüst ist jüngst an der alten Schmiede in der Lindenstraße zu sehen. Der im vorigen Jahr durch die Gemeindevertretung beschlossene Bebauungsplan für das Areal hat das historische Bauwerk gesichert und städtebaulich als prägendes Element aufgegriffen. Die Jahre der Vernachlässigung haben deutliche Spuren hinterlassen und so weist das aus Feldsteinen errichtete Zwickelmauerwerk an vielen Stellen schon Lücken auf. Beim Zwickeln müssen die Lücken möglichst vollständig und kraftschlüssig ausgefüllt werden, um so einen stabilen Verbund zu erzeugen. Leider ist diese alte Handwerkskunst inzwischen nicht mehr so verbreitet, weshalb unsere Suche nach einem Experten nicht ganz einfach war. Nun ist aber die Instandsetzung eines Teils der Fassade erfolgt und die Laibung der Fenster wieder ausgebildet worden. Im nächsten Schritt soll dann die Dachfläche überarbeitet und auf der Südseite vielleicht auch eine PV-Anlage montiert werden. Die Dachentwässerung bindet dann an die im nächsten Jahr dort zu errichtende Stellplatzanlage für Fahrräder und Autos an. Die Planungen dafür sind weitgehend abgeschlossen, so dass zukünftig sowohl der Stellplatzbedarf des Dorfsaals als auch der geplanten neuen Bibliothek berücksichtigt ist. 

Voranzutreiben ist aber auch der Neubau für die Bibliothek. Erste Entwürfe gibt es bereits aus der Phase der Bauleitplanung. Knapp ein Drittel des vorgesehenen Wohn- und Geschäftshauses würde für die gemeindliche Bücherei benötigt, der weitaus größere Teil könnte für Mietwohnungen genutzt werden. Allerdings ist der bis zu 2 Mio. Euro teure Bau nicht ganz einfach im Haushalt abzubilden. Muss er vielleicht auch gar nicht, denn die Ausrichtung des Gebäudes spricht eher für eine Partnerschaft von Gemeinde und privater Investition. Derartige Konzeptvergaben können Vorgaben zur Nutzung sowie städtebaulichen Gestaltung umfassen und werden anhand energetischer, sozialer oder architektonischer Kriterien bewertet. Ziel dabei ist die zielgerichtete Umsetzung kommunaler Bedarfe, wobei die Qualität des eingereichten Konzepts über den Zuschlag und damit die Partnerschaft entscheidet. Bisher haben wir als Gemeinde davon noch keinen Gebrauch gemacht, könnten so aber in Zukunft noch zügiger und wirtschaftlicher vorankommen. Die Beratungen dazu werden bereits konstruktiv in den Gremien der Gemeindepolitik geführt. Setzen wir also auf einen Beratungserfolg, damit sich Neues und Ortsgeschichte zusammen entwickeln können. 

Leitartikel September 2025 im Ortsblatt, Seite 3:
Digitale Ortskarte unterstützt Baumpflege
Unsere kompetenten Mitarbeiter, die mit Warnwesten bekleidet den kritischen Blick in die Kronen der Bäume richten, sind im Ortsbild für jedermann regelmäßig wahrnehmbar. Was aber selbst dem geneigten Bürger verborgen bleibt, die Arbeitsgrundlage dieser Verwaltungsprozesse hat sich innerhalb des vergangenen Jahres deutlich verändert. Eine neue Generation robuster Tablets überträgt die in der Fläche erfassten Prüfdaten nun quasi in Echtzeit ins zentrale System. Dort stehen diese nicht nur zur weiteren Bearbeitung zur Verfügung, eingebunden in eine digitale Karte unseres Ortes entsteht ein vollständiger Überblick über den Baumbestand der Gemeinde. Erkennbar werden so nicht nur Schäden und Lücken im Baumbestand, Aufträge für Pflege-, Fäll- oder Pflanzarbeiten lassen sich gebündelt per Knopfdruck generieren. Die Verwaltung unserer mehr als 12.000 Straßenbäume wird so erheblich erleichtert. Im nächsten Schritt werden dem System auch die gut 5.000 Bäume hinzugefügt, welche auf gemeindlichen Grundstücken stehen. Ob eine Lücke ein echter Pflanzplatz ist oder etwa im Untergrund Leitungen stören, wird perspektivisch die digitale Verknüpfung mit den Daten der Ver- und Entsorger offenbaren. Bereits eingelesen sind hierfür die Leitungsdaten des Wasserverbandes, was erste Erfahrungen mit dem Datenabgleich erlaubt. Getestet werden übrigens an ausgewählten Stellen auch digitale Sensoren zur Messung der Bodenfeuchte. Rückschlüsse zu Trockenphasen und die gezielte Wässerung junger Pflanzungen werden so möglich. Schäden gezielt vorzubeugen und zugleich Wasser wirtschaftlich einzusetzen, entspricht dabei dem Ideal. 

Auch wenn die Begutachtung des Baumbestandes wohl zu großen Teilen Handarbeit bleiben wird, bei der Erfassung des Zustandes unserer Straßen und Wege versuchen wir einen Schritt weiter zu gehen. Erprobt werden hierzu seit einigen Monaten innovative Lösungen, welche aus Videoaufnahmen, die während der Fahrt entstehen, und der Nutzung lernfähiger künstlicher Intelligenz (KI) ein möglichst umfassendes Abbild unserer Verkehrsflächen liefern sollen. Noch zeigen sich aufgrund unserer sehr unterschiedlichen Ausbaukonzepte hier noch Schwächen bei der Datenerfassung. Als Ziel ist aber auch hier eine grafische Aufbereitung des Zustandes innerhalb der digitalen Ortskarte und die einfache wie frühzeitige Generierung von Reparaturaufträgen definiert. Ein weiterer, nicht unwesentlicher Schritt auf dem Weg zur digitalen Gemeinde sowie zum Erhalt unserer kommunalen Infrastruktur und Werte.

Leitartikel August 2025 im Ortsblatt, Seite 3:
Wasser in Massen
Statt Sonnenschein und lauer Nächte, die vergangenen Wochen dominierte Starkregen die Sommerzeit. Wenn innerhalb weniger Tage derart viel Niederschlag fällt, dann stellt dies erhebliche Anforderungen an die Funktionsfähigkeit öffentlicher Infrastrukturen. Denn ohne intakte Gräben keine zügige Ableitung des Wassers; verkrauteten und verlandeten Gewässern fehlt es am notwendigen Stauvolumen. Dennoch wird auch in unserem Ort immer wieder Grünschnitt in Gräben entsorgt. Dieser lässt sich dann nur mit großem Aufwand wieder entfernen, hoffentlich aber rechtzeitig vor dem nächsten Regenereignis. An anderer Stelle erschwert der Naturschutz den Schutz vor Naturgefahren, etwa, weil wir beim Giebel- oder Teilungssee nur ca. 25% der Fläche der jährlichen Pflege unterziehen dürfen. Damit Straßen und Wege in diesen Situationen nicht zu reißenden Flüssen werden, dafür wurden an vielen Stellen im Ort Mulden und Rigolen angelegt. Schlecht gepflegt oder durch das Befahren mit Fahrzeugen stark verdichtet, können diese ihre Funktion aber nur unzureichend erfüllen. Allzuoft ist die Folge stauender Niederschlag in den Straßen und der Eintritt von Regenwasser in das Abwassernetz des WSE. Dort führt das zusätzliche Wasser zu Überlastungen der Rohre und Pumpwerke, was manche Anwohner leidvoll und regelmäßig durch Fäkalien in ihrem Vorgarten erfahren müssen. Mit der stinkigen Brühe kommen die leistungsfähigen Schmutzwasserpumpen unserer Feuerwehr zwar zurecht, Vergnügungssteuer wird bei den Kameraden dafür aber keineswegs fällig. Und noch einen unangenehmen Effekt hat unzulässiges Regenwasser im Abwassersystem. Für die Überschreitung der Einleitmengen werden durch den Betreiber des Klärwerks Strafgebühren vom WSE erhoben. Allein nach dem Ereignis am 12.07. beliefen sich diese auf einen deutlich sechsstelligen Betrag. Eingerechnet werden diese Zusatzkosten natürlich bei der nächsten Kalkulation der Abwassergebühr, dann zu Lasten aller in der Solidargemeinschaft der Anschlussnehmer. Es macht also durchaus Sinn, bei der Pflege des Begleitgrüns in den Straßen mit anzupacken und für das Auto doch einen ordnungsgemäßen Parkplatz zu nutzen. Und sehr gern nehmen wir auch eine kurze Meldung nebst Foto entgegen, wenn sich an bestimmten Stellen im Ort das Wasser staut. Nicht immer sind diese Problemstellen bei Kontrollen gut zu erkennen und lassen sich bestehende Mängel umfänglich aufnehmen. Nur gemeinsam lassen sich Schäden verhindern und zusätzliche Kosten vermeiden. 

Leitartikel Juli 2025 im Ortsblatt, Seite 3:

Auch wenn das derzeit schöne Wetter schon einen Vorgeschmack auf die bevorstehende Urlaubs- und Ferienzeit gibt, für die Administration unserer Gemeinde läuft es in allen Aufgabenbereichen auf Hochtouren. So sind etwa zahlreiche Beschaffungen vorzunehmen und Aufträge zu vergeben, um die Entwicklung im Ort voranzutreiben. Bereits beauftragt ist beispielsweise die neue Winterdiensttechnik, samt digitalem Steuerungssystem und leistungsfähigem LKW. In Kürze werden auch die neuen Rahmenverträge zur Lieferung von Mülleimern, zur Entsorgung des Laubs der Straßenbäume und zur Wartung und Instandsetzung der Straßenbeleuchtung geschlossen sein. In der Ausschreibung befindet sich nun endlich die grundhafte Erneuerung des südlichen Abschnitts der Bötzseestraße, ein durchaus großes Vorhaben, welches wir gemeinsam mit dem Wasserverband umsetzen werden. An mehreren Stellen im Gemeindegebiet begonnen wurde mit der Instandsetzung der Gehwege. Zukünftig soll auch diese Aufgabe möglichst schnell und unbürokratisch über Rahmenverträge geregelt werden soll. Erstellt sind inzwischen auch die Bauantragsunterlagen für die Umbauten am Kinderbauernhof und die Sanierung des Dorfsaales. Beide Planungen wurden in enger Abstimmung mit Fachplanern und der Denkmalschutzbehörde auf den Weg gebracht. Angelaufen sind auch die Arbeiten zur Instandsetzung des Gebäudesockels am Rathaus, denn altersbedingt zeigte hier die Abdichtung schwächen. Der Baustellenlärm beeinflusst hoffentlich nicht so sehr die Arbeit des Meldeamtes, denn auch dieses ist gerade jetzt zur Ausstellung von Reisepässen gut besucht. Mit enormer Geschwindigkeit geht es zudem auf der Baustelle der neuen Sporthalle voran, noch zum Jahreswechsel und damit früher als geplant soll dort alles fertig sein. In Planung ist auch die Instandsetzung des Waldsportplatzes, die schon im nächsten Jahr fortgeführt und intensiviert werden soll. Noch in diesem Jahr wird hingegen das neue Schleppdach der Abstellfläche beim Bauhof aufgestellt werden. Auch dieser Auftrag steht kurz vor der Vergabe. Vorgeplant ist hier auch die Montage einer PV-Anlage, um auch die Technik des Bauhofs weiter schrittweise auf einen elektrischen Betrieb umstellen zu können. Ganz ohne ölhaltige Betriebsstoffe wird es dennoch absehbar nicht gehen, weshalb sich die sichere und umweltgerechte Lagerung von Kraft- und Gefahrstoffen für den Bedarf von Feuerwehr und Bauhof derzeit in Überarbeitung befindet. Diese Maßnahme deckt auch die geänderten Anforderungen an den Katastrophenschutz mit ab. Denn für den Fall ist heute eine längerer und autarker Betrieb unserer Gebäude und Technik notwendig. Die Neuausrichtung des Zivil- und Katastrophenschutz merkt dieser Tage auch unserer Feuerwehr, welche gerade die Abholung des neuen Messfahrzeuges für atomare, chemische und biologische Substanzen aus einer Bundebehörde in Bonn organisiert. Nach nun mehr 24 Jahren im Dienst wird das bisherige Einsatzfahrzeug durch zeitgemäße Technik ersetzt und auch die Ausbildung an das veränderte Konzept angepasst. Um trotz der vielen Vorhaben und Investitionen nicht den Überblick zu verlieren, ist natürlich auch unsere Kämmerei gefordert. Neben den Arbeiten am Jahresabschluss 2024 schreitet auch die Haushaltsplanung für 2026 mit großen Schritten voran. Nicht zuletzt liegt auch der Bauvertrag für das neue Bürgerhaus zur Unterschrift bereit. Der aktuelle Beschluss der Gemeindevertretung ebnete auch dafür den Weg.

So umfangreich diese Aufzählung auch scheint, sie ist keinesfalls vollständig und kann nur einen kleinen Einblick in die vielfältigen Aufgaben unserer Gemeindeverwaltung geben. Möglich ist all dies nur mit fachlichem Weitblick, hoher Flexibilität und persönlichem Engagement - womit der Urlaub für meine Mitarbeiter mehr als verdient ist. Aber auch Ihnen möchte eine fröhliche, inspirierende und erholsamen Ferienzeit wünschen. Nutzen Sie die Zeit um auf Reisen bleibende Eindrücke zu gewinnen, neue Kraft zu tanken oder die Verbindung zu Freunden und innerhalb der Familie zu pflegen.

Leitartikel Juni 2025 im Ortsblatt, Seite 3:

Die hohe Bürokratie in unserem Land steht allenthalben in der Kritik. Auch wir als Gemeindeverwaltung klagen regelmäßig über ausufernde Verfahren und stetig neue Anforderungen an Planungen und Genehmigungen. Egal aus welcher Richtung, man überbietet sich in den Forderungen nach Bürokratieabbau. Immer lassen sich dabei auch anschauliche Beispiele für den übergriffigen Staat und seine Mikrosteuerung finden. Der Instrumentenkasten zur Bekämpfung dieses Missstandes wird mit Sondergremien und Kettensägen gefüllt. Viel konkreter werden die ausgestellten Rezepte aber nicht. 
Lohnt sich also ein differenzierter und nüchterner Blick auf das Problem. Grundsätzlich sind Regeln und Vorschriften für das Funktionieren einer Gesellschaft erforderlich. Nur ein stabiler Rahmen sichert ein friedvolles Zusammenleben und beugt eskalierenden Konflikten vor. Es war Immanuel Kant, der einst formulierte „Die Freiheit des Einzelnen endet dort, wo die Freiheit des Anderen beginnt“ So weit, so richtig! Was uns aber in den letzten Jahrzehnten abhanden gekommen ist, ist das richtige Maß zwischen diesen beiden Freiheitsansprüchen. Längst dienen Regeln und Vorschriften dazu, das Pendel in die eine oder mal die andere Richtung zu ziehen. Bedürfnisse und Meinungen von Minderheiten zählen oft mehr als der gesellschaftliche Konsens. Eigentlich kleine Probleme werden zur existenziellen Frage hochstilisiert. Bürokratie wird immer mehr als Hilfsmittel verstanden, um genau das zu verhindern, was man individuell nicht möchte. Und findet sich mal nicht das passende Gesetz oder die zweckmäßige Verordnung, dann fordert man diese mit Nachdruck und Empörung ein. Was früher als Lebensrisiko galt und der eigenen Vorsorge zugeordnet war, muss heute durch detaillierte Vorgaben möglichst unterbunden werden. Keine Frage, Politik betont die Legitimität hoheitlicher Ordnung und Regeln zu stark. Aber häufig sind auch wir es, als Gesellschaft, die als Fordernde oder Ideengeber auftreten. 
Nicht nur beim Thema Bürokratie zutreffend: Dreht man die Stellschrauben zu fest und erzeugt so eine Zwangslage, denn fällt die Gegenreaktion entsprechend heftig aus. Nach fest kommt ab - weiß jeder gute Handwerker. Genau das ist es, was wir gerade an vielen Stellen und in immer mehr Ländern beobachten. Verbunden mit viel Empörung der Hüter von Schraubendreher und Maulschlüssel, aber auch großem Jubel der Gegner über das so sehr erhoffte Materialversagen. Für den Bestand der Demokratie ist jedoch beides schädlich, zu wenig wie auch zu viel Bürokratie. Denn beide Extreme fördern individuelle Interessen und schwächen die Funktionsfähigkeit der Gemeinschaft. 
Wer Bürokratie abbauen will, der muss den Prinzipien von Freiheit und Willensbildung durch Mehrheit folgen. Weniger Bürokratie bedeutet auch, Risiken zu akzeptieren und im Zweifel sogar zu ermöglichen. Weniger Bürokratie fordert uns auch, sich offen mit den Ideen und Interessen des Anderen auseinanderzusetzen und den eigenen Anspruch gegenüber den Bedürfnissen der Gemeinschaft abzuwägen. Erst so verstanden wird Bürokratieabbau erfolgreich sein. 

Leitartikel Mai 2025 im Ortsblatt, Seite 3:

Wenn einer eine Reise tut...
… dann kommt er mit neuen Eindrücken zurück. So ging es mir auch nach meinem jüngsten Besuch bei den Schweizer Eidgenossen. Die touristisch attraktive, aber für die Wirtschaft auch herausfordernde Landschaft hat gerade in den Tälern kleine Betriebe und eine große Vielfalt an handwerklicher Qualifikation hervorgebracht. Was nur schwer über Berggipfel zu handeln war, musste eben im eigenen Tal selbst hergestellt werden. Und wenn schon ein Transport über Bergpässe notwendig wurde, dann besser von hochwertigen Produkten als nur einfach von Rohstoffen. Auch wenn die Grundlagen der Wertschöpfung historisch sind, sie bestimmen bis heute das Leben in weiten Teilen der Schweiz. Man ist stolz darauf, wenn im Käse die Milch des Nachbarhofes steckt, der Traktor in der örtlichen Werkstatt gewartet wird oder der Schrank im Wohnzimmer vom gleichen Schreiner stammt, mit dem man abends zusammen "Rösti" im Gasthaus verspeist. Nicht selten ist das Gewerbe über Generationen der Familien bewahrt geblieben. Und natürlich engagiert man sich aus dieser Tradition heraus auch ehrenamtlich im Ort, im Sozialen oder für den Erhalt seiner Umgebung.
Keine Frage, der hohe Lebensstandard und die wirtschaftliche Stärke der Schweiz resultiert aus den exportorientierten, von hoher Präzession und Innovationskraft geprägten Wirtschaftsstrukturen. Regionale Wirtschaftskreisläufe sorgen aber für Stabilität, Lebensqualität und gesellschaftlichen Zusammenhalt - dies selbst in abgelegenen Landesteilen. Und auch wenn nicht alles als Schnäppchen daherkommt, so bekommt man doch immer den persönlichen Bezug und regionale Identität als Bonus in die Tüte gepackt. Später auf dem Frühstückstisch platziert oder als Geschenk überreicht; auch die Geschichte dazu ist immer gratis erzählt.
Was aber lässt sich daraus lernen? Von Marmelade bis zu Holzschnitzereien, auch bei uns gibt es hochwertige Manufakturarbeit mit viel Liebe zum Detail. Ob Optikerhandwerk, Gastronomiebetrieb oder Schreinerei, auch der Stolz auf familiäre Tradition lässt sich bei uns im Gespräch mit den Inhabern erleben. So einfach die Suche im Online-Handel auch sein mag, das Gute findet sich aber oft so nah! Aber auch als Gemeinde müssen wir diese regionale Qualität stärker in den Blick rücken. Gemeinsames Marketing über das Netzwerk der Märkische S5-Region kann Kunden und Partner heranführen. Eine bessere Nutzung des Gewerbegebietes Am Fuchsbau oder die Reaktivierung der inzwischen unschönen Flächen in der Landhausstraße muss weiteren Platz für qualitätsbewusstes Handwerk und kreative Dienstleistung schaffen. Der Wochenmarkt in Eggersdorf könnte durchaus bauliche Verbesserungen gebrauchen und womöglich ist die alte Schmiede in der Lindenstraße eine heimelige Kulisse für einen offenen Hofladen. Regionalität braucht Unterstützung vor Ort.

Leitartikel April 2025 im Ortsblatt, Seite 3:

Ein denkwürdiger Tag
Am 8. Mai jährt sich das Ende des Zweiten Weltkrieges auf dem europäischen Kontinent zum 80. Mal. Fast sechs Jahre Krieg brachten allein den Völker Europas über 60 Millionen Tote, als Folge von Kampfhandlungen, aber auch fanatischem Vernichtungswahn. Nochmals Millionen trugen körperliche und seelische Verletzungen davon oder waren durch Verschleppung und Kriegsgefangenschaft schwer gezeichnet. Hunger und Entbehrungen als auch die unvorstellbare, nahezu vollständige Zerstörung aller Infrastrukturen prägten die Folgejahre und forderten weitere Opfer. Der Bevölkerung Europas waren die Wirtschafts- und Lebensgrundlagen entzogen. Es dauerte Jahre und erforderte hohe Anstrengung, bis der Alltag wieder sicher und in erträglichen Bahnen verlief. Der Erfolg auf dem Schlachtfeld mag Mythen und Helden hervorbringen, Krieg schafft aber keine Sieger.

In Anbetracht eines erneuten Krieges in Europa ist das Gedenken an diese schrecklichen Ereignisse aktueller denn je. Wir müssen alles daran setzen, diese Entwicklung zu stoppen. Aktuelle wie auch zukünftige Generationen sollen davor bewahrt bleiben, erneut diesen Erfahrungen ausgesetzt zu sein.

Geschichte lehrt uns dafür mehr, als nur die Erkenntnis über die Folgen des Endes. „Nie wieder" fordert von uns auch, sich der Entstehung und den Ursachen von Kriegen und Konflikten zu widmen. Gewalttätige Auseinandersetzungen, extreme Ansichten und menschenverachtendes Handeln entwickeln sich nicht über Nacht. Sie sind eher das Ergebnis längerer, oft politisch geprägter Prozesse. Wer diese verhindern will, muss gesellschaftlichen, aber auch wirtschaftlichen Verwerfungen gegenüber wachsam bleiben und ihnen frühzeitig begegnen. Denn stabile und humane Gesellschaften gedeihen nur im Ausgleich der Interessen und Bedürfnisse. Unbeantwortete Sorgen und Probleme lassen hingegen Raum für Wut und Hass, für neue Feindbilder und politische Zuspitzung.

Aber der Blick in die Historie zeigt auch auf, kaum etwas gestaltet sich so fragil wie das Verhältnis von Ländern oder Nationen. Zwischen Verbundenheit und Feindschaft liegen oft nur wenige Jahre oder einzelne Ereignisse. Politische oder ökonomische Veränderungen diktieren allzu oft den Wandel zwischen Partner- und Gegnerschaft. Selbst Phasen friedlicher Koexistenz erfordern weiterhin Anstrengungen zur Verständigung. 

Widmen wir den 8. Mai dem Gedenken, aber auch dem Bewusstsein um die Verantwortung für zukünftige Entwicklungen. 
Ihr Bürgermeister, Marco Rutter

Leitartikel März 2025 im Ortsblatt, Seite 3:

Problemfall Wohnungsbestand
Erneut steht der kommunale Bestand an über 80 Wohnungen auf der Tagesordnung der Gemeindevertretung. Eigentlich ein altes Problem, für welches es schon seit 1990 keine solide Lösung gibt. Ehrlich gerechnet deckten die Einnahmen noch nie die Ausgaben und konnten die Zuschüsse den Substanzverbrauch nur hinauszögern. Gestiegene Baukosten wie auch deutlich höhere energetische Anforderungen zwingen nun dazu, das bisher praktizierte Vorgehen kritisch in Frage zu stellen. Mit Sanierungskosten von teilweise mehr als 5.000 Euro pro m² liegen diese bereits über den Kosten für Abriss und Neubau. Damit wird zugleich das Ziel einer sozial verträglichen Ausgestaltung der Mietpreise immer unrealistischer. Denn die Sanierung der Objekte einkalkuliert, müssten gut 18 Euro Kaltmiete erhoben werden. Ohne Sanierung wächst hingegen der Anteil der Unvermietbarkeit und sinkt der Wert des gemeindlichen Anlagevermögens.

Hinzu kommt die nüchterne Erkenntnis, dass selbst die um das Jahr 2000 herum durchgeführten Modernisierungen bereits verschlissen sind und den aktuellen Standards nicht mehr genügen. Dämmstoffe lösen sich auf, Isolierfenster werden undicht, Elektroanschlüsse sind für Wärmepumpe und PV-Anlage nicht mehr ausreichend, Leitungen neigen zur Leckage und Abflüsse sind wieder zugesetzt. Die Liste der Probleme wird immer länger und lässt die früher übliche Instandsetzung nach Bedarf nicht mehr zu. Die Beständigkeit neuerer Materialien und Bauteile zeigt sich zudem geringer und deren Austausch wird folglich in kürzeren Abständen erforderlich. Eine ganzheitliche Betrachtung des Problems mündet für die meisten der 13 Wohngebäude in einer Kernsanierung und lässt sich aktuell mit Kosten von über 13 Mio. Euro beziffern.

Zu viel Geld in zu kurzer Zeit. Denn auch die Umstellung auf eine fossilfreie Wärmeversorgung von Kitas, Schulen und Sporthallen wird weiterhin hohe Investitionen in Dämmung sowie Heizungs- und Lüftungstechnik erfordern. Die bittere Konsequenz der verschärften Vorschriften: Prioritäten müssen neu gesetzt und Entscheidungen können nicht weiter vertagt werden. Für tragfähige Lösungen dürften meist Neubau vor Sanierung sowie Mehrfachnutzen vor Einzellösung die Grundlagen sein.

 

Leitartikel Februar 2025 im Ortsblatt, Seite 3:

Wenn es mal länger dauert…
Auch wenn es derzeit im Dorfkern Petershagen sehr nach Stillstand aussieht, im Hintergrund laufen weiter komplexe und teils sehr bürokratische Verfahren mit einer Vielzahl an Beteiligten. Dabei hängt von der Sanierung des Dorfsaals und der Instandsetzung der alten Schmiede über den Neubau von Bibliothek und Radweg bis zum Austausch der Trinkwasserleitungen um den Anger herum alles miteinander zusammen. Und nicht immer läuft alles glatt und wie ursprünglich gedacht.

So musste etwa wegen fehlender Aussicht auf Fördermittel das Wärmenetz wieder aus dem Entwicklungskonzept für den Dorfanger genommen werden. Gut 1 Mio. Euro Investition für die Versorgung von 5 bis 6 Gebäuden war schlicht unwirtschaftlich und die Bereitstellung von Wärme damit unbezahlbar. Nicht nur die Sanierung des Dorfsaals befindet sich daher erneut in der Abstimmung mit diversen Fachplanern, welche mit hohem Aufwand im Ergebnis mehrerer europaweiter Ausschreibungen beauftragt werden mussten. Baumaterialien müssen nun nach zertifizierter Nachhaltigkeit ausgewählt und der Energiebedarf des Gebäudes auf 75% erneuerbar bilanziert werden. Auch wenn solche Vorschriften den Ablauf verzögern, so ist doch zumindest der Bauantrag nun in Angriff genommen. Zum Konzept des Dorfsaals gehören aber auch neue Stellplätze für Autos und Fahrräder, die vor und neben der alten Schmiede errichtet werden müssen. Von dort zum Dorfsaal führt dann ein auf Barrierefreiheit optimierter Weg. Mitzudenken ist bei dieser Planung aber auch gleich der Radweg, welcher ab der Mittelstraße in Richtung Fredersdorf an die dortige Wege anbinden soll. Damit nicht genug, müssen auch noch die Trinkwasserleitungen des WSE im Untergrund erneuert werden. All dies muss die Planung zusammenführen und zeitlich aufeinander abstimmen. 

Arbeiten an der alten Schmiede und auch die nächsten Schritte zur Sanierung des Dorfsaals werden noch in diesem Jahr erfolgen, der Hauptteil der Arbeiten aber wohl bis in das nächste Jahr hineinreichen. Die in Zwickel-Bauweise errichtet Schmiede soll dann präsenter den historischen Charakter des Dorfkerns betonen. Der Innenraum des Gemäuers könnte zukünftig Regionalmärkte oder auch ein Hofladen für die Produkte der zahlreichen Kleinmanufakturen im Ort zur Attraktivität des Dorfangers beitragen. Voranzutreiben ist zeitgleich aber auch der Neubau der Bibliothek, damit neue Wege und Zufahrten nicht durch später einsetzenden Baumaßnahmen wieder in Mitleidenschaft gezogen werden. Das Gebäude wurde für die Festlegung des Baufeldes bereits zu Papier gebracht und der Bebauungsplan ist nach Beschluss der  Gemeindevertretung rechtskräftig. Neben gut 240m2 Bibliotheksfläche im Erdgeschoss sollen sowohl im Obergeschoss als auch im ausgebauten Dach einige Wohnungen Platz einnehmen. Die angrenzenden Stellflächen vor der Schmiede werden dann in Synergie mit dem Dorfsaal genutzt, wie dieser auch für Lesungen das Angebot der Bibliothek erweitern soll. 

Zum richtigen Zeitpunkt kommt dabei auch, dass in unserer Nachbargemeinde Fredersdorf-Vogelsdorf gerade die Idee eines gemeinsamen Bibliotheksangebots wieder diskutiert wird. Ein lebensnaher Gedanke, denn ohnehin suchen Bürger aus der Ortslage Fredersdorf regelmäßig das Madel´s oder die Angerscheune auf. Gerade bei kulturellen Angeboten lohnt es sich übergreifend zu denken und gemeinsame Wege zu gehen. Interkommunale Lösungen begrüße ich hierfür ausdrücklich und hoffe auf einen konstruktiven kommunalpolitischen Austausch.

Vielleicht gelingt es uns so auch, den Neubau kurzfristig auf den Weg zu bringen. In Zeiten klammer Kassen könnte eine Konzeptvergabe und die Aktivierung privater Inventionen eine schnelle und wirtschaftlich sinnvolle Lösung sein. Realistisch wäre dann auch dieser Teil des Dorfangers bis Anfang 2027 saniert und neu gestaltet. 
Ihr Bürgermeister Marco Rutter

Leitartikel Januar 2025 im Ortsblatt, Seite 3:
Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

für das neue Jahr wünsche ich Ihnen alles erdenklich Gute, viel Glück, Gesundheit und Erfolg! Traditionell ist der Jahreswechsel der richtige Zeitpunkt für gute Vorsätze und frischen Tatendrang, wozu ich Sie ausdrücklich ermuntern möchte. 
Zugegeben, meine Überlegung für den ersten Jahresbeitrag in unserem Ortsblatt zogen sich diesmal ungewöhnlich lang. Denn egal, ob auf mediale Schlagzeilen oder Buchtitel in aktuellen Verkaufslisten geschaut, meist geht es um große Krisen oder den wirtschaftlichen Niedergang unseres Landes. Wenn es im Getriebe klemmt, dann hat der Pessimismus Hochkonjunktur. Und auch kommunal versinken wir in einer Flut bürokratischer Vorgaben, welche Aktenberge wachsen und Vorhaben in die Länge ziehen lassen. So zutreffend die meisten Problemanalysen aber auch sind, sie betrachten meist die falschen Weichenstellungen der Vergangenheit und den Pfad aufs Abstellgleis. Sie trüben den Blick für Chancen und Lösungen, für den Weg zurück auf die Hochleistungsstrecke.
Denn ganz so schlecht steht es in vielen Branchen und Bereichen eigentlich nicht. Ordentlich zu tun gibt es ohnehin, bei weiter wachsendem Bedarf. Gerade jetzt können Anpacker und Macher ihr Tätigkeitsfeld frei wählen sowie ihre Ziele und Ideen bei geringem Konkurrenzdruck umsetzen. Auch der Fachkräftemangel sorgt dafür, dass der Einstieg oder Wechsel im Beruf, die Qualifizierung zu Höherem nie so einfach und in den Möglichkeiten vielfältig war. Von letzterem Punkt konnten wir auch als Gemeinde profitieren, bei der Besetzung offener Stellen oder auch dem erreichten Bildungsabschluss unserer Mitarbeiter. 
Und dank konstruktiver Zusammenarbeit mit und in der Gemeindevertretung ist es uns erneut gelungen, noch vor dem Jahreswechsel und mit großer Mehrheit einen tragfähigen Haushalt zu beschließen. Für die zahlreichen Vorhaben der Gemeinde stehen damit die finanziellen Mittel zur Verfügung. Weiter geht es so etwa mit dem Bau der Sporthalle Eggersdorf, der Erweiterung und Modernisierung des Waldsportplatzes, der Erneuerung der Spielplätze oder auch der Sanierung des Dorfsaals. Viel bewegen soll sich zudem beim digitalen Angebot der Gemeinde, welches zukünftig dann direkter, schneller und noch bürgernaher in Erscheinung treten soll. Zu entscheiden wird auch sein, wie es beim Neubau der Bibliothek Petershagen und des Dienstleistungsgebäudes am Bahnhof vorangeht. 
Wenn es zusätzlicher Argumente bedarf: Ende Februar werden die großen politischen Karten neu gemischt. Auch wenn ein grundlegender Wandel bei gleichen Spielregeln eher ausbleiben wird, mit dem frischem Blatt auf der Hand ändert sich die Strategie des Spiels zwangsläufig. Schauen wir also gespannt auf die vorgelegten Einsätze und zählen wir auf Mut und pragmatische Spielführerschaft. 
Dies sind sicher nur einige ausgewählte Beispiele. Mit dem richtigen Blick lässt sich aber durchaus mit positiver Erwartung und Zuversicht ins Jahr 2025 starten. Gehen wir es also gemeinsam an!
Ihr Bürgermeister Marco Rutter

 

 

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Rund 2000 Wählerinnen und Wähler haben…