Bürgermeister Marco Rutter im Rathaus Eggersdorf

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Bericht des Bürgermeisters zur Sitzung der Gemeindevertreter am 01. Februar 2024.

Leitartikel Januar 2024 im Ortsblatt "Das Doppeldorf", Seite 3:
Haushaltsbeschluss stellt wichtige Weichen

Nur drei Tage vor Weihnachten war es der Gemeindevertretung gelungen, mit deutlicher Mehrheit den Beschluss zum Haushalt 2024 zu fassen. Diese verantwortungsvolle Entscheidung lässt uns als Gemeinde schon im Januar handlungsfähig werden und stellt zugleich die Weichen zur Erfüllung kommunaler Aufgaben und für wichtige Investitionen zum Erhalt und Ausbau unserer Infrastruktur. Ob Straßen oder Wege, der Ausbau von Sportstätten, die Schaffung oder Sanierung von Treffpunkten und Begegnungsstätten im Ort, die Anpassung unseres Fuhrparks beim Bauhof und der Feuerwehr oder etwa die Digitalisierung kommunaler Dienste und Einrichtungen, die Kosten hierfür werden sich in den nächsten Jahren zu Millionenbeträgen summieren. Damit soll unser Ort aber nicht nur Stück für Stück besser werden. Gerade in schwierigen Zeiten verstehen wir kommunale Investitionen auch als konjunkturelle Stütze und treibenden Motor regionaler Wirtschaftskreisläufe.

Dennoch darf die hohe Geschlossenheit in der Kommunalpolitik nicht über die wachsenden Unsicherheiten und die damit zunehmend schwerer zu kalkulierenden Einnahmen der Kommune hinwegtäuschen. So manche Kennziffer und Prognose lässt eher Bauchschmerzen und Sorgenfalten aufkommen. Dies zwingt uns in der Konsequenz, bei den Ausgaben auf Sicht zu fahren. Bereits klar erkennbar ist, die Bäume wachsen nicht mehr in den Himmel und wir werden folglich vieles strategisch neu denken müssen. Gerade Infrastruktur muss zukünftig multifunktionaler und im Betrieb effizienter ausgerichtet werden. Nicht für jeden individuellen Bedarf wird es zukünftig eine Einzellösung geben können. Bezahlbar bleibt, was möglichst vielen im Ort nutzt. Das setzt voraus, wieder dichter zusammenzurücken, die Bedürfnisse und Interessen des Anderen zu verstehen und zu akzeptieren.

Wenn Flexibilität und gesellschaftliches Miteinander die richtigen Rezepte für eine weiterhin positive Entwicklung sind, dann wirkt diese auch gegen die Sorgen eines wirtschaftlichen Einbruchs und ausufernder Kostenlawinen. Schauen wir in diesem Sinne gemeinsam positiv auf das neue Jahr und packen wir die vor uns liegenden Herausforderungen an. Persönlich wünsche ich Ihnen alles erdenklich Gute, Gesundheit, Glück, Erfolg und Schaffenskraft.
Ihr Bürgermeister, Marco Rutter

Leitartikel Oktober 2023 im Ortsblatt "Das Doppeldorf", Seite 3:
Herbstzeit ist Baumpflegezeit
Früher Nebel und erste Verfärbungen der Blätter kündigen es an, so langsam wird es Herbst. Wenn Sonnenlicht die bunten Farben in Szene setzt, dann haben Spaziergänge durch unsere Straßen und Wälder einen besonderen Reiz. Damit dies auch in den nächsten Jahren so bleibt und wir auch zukünftig von frischer Luft, Schattenwurf und Verdunstungskühle profitieren können, braucht unser Baumbestand permanente Pflege und manchmal auch eine sachgerecht angepasste Verjüngung. Keine leichte Aufgabe, denn gut 13.000 Bäume säumen allein unsere kommunalen Straßen und Wege. Zudem setzen Trockenphasen wie auch Krankheits- und Schädlingsbefall so manchem Baum erheblich zu. Nicht nur altersbedingte Verluste und Stürme haben so Baumlücken entstehen lassen, die es nun wieder zu schließen gilt. Hierfür wurden seit dem Frühjahr systematisch Pflanzstandorte erfasst und hinsichtlich ihrer Platz- und Bodenverhältnisse bewertet. Nach der Auswahl passender und möglichst widerstandsfähiger Baumarten konnte inzwischen das erste Paket des bisher in seinem Umfang für unseren Ort einmaligen Baumpflanzprogramms beauftragt werden. Noch in diesem Jahr soll die Pflanzung von 250! neuen Bäumen für Petershagen/Eggersdorf beginnen. Bereits im nächsten Jahr wird das Programm mit einem zweiten Paket dieser Größe fortgesetzt werden. Bürger unserer Gemeinde aber auch Gäste und Durchreisende können sich somit bald an verschiedenen Eichen- und Lindenarten erfreuen. Aber auch Sorten wie der Baumhasel oder die Felsenbirne werden zukünftig das Ortsbild prägen.
Mit beauftragt wurde auch die Aufwertung der Pflanzstellen mit speziellen Pflanzsubstraten wie auch die Entwicklungspflege der neuen Bäume in den ersten fünf Jahren. Von dieser Qualität der Pflege sollen aber nicht nur unsere Jungbäume profitieren. Aus diesem Grund haben wir in diesem Jahr große Mengen an hochwertigem Baumdünger beschafft, um so auch dem Baumbestand optimale Bedingungen fürs Wachstum zu geben. Das gezielte Ausbringen des "Baumfutters" hat unser Bauhof übernommen und führt diese Arbeiten zusätzlich zu den ohnehin kontinuierlichen Baumpflegearbeiten und Kronenschnitten aus. Zugleich belegen unsere fortlaufenden gemeindlichen Baumkontrollen aber auch, dass die Schäden an den Bäumen wie auch der Befall mit Krankheiten und Schädlingen deutlich zugenommen haben. Oft hilft nur rasches Reagieren, um die Ausbreitung solcher Entwicklungen wirksam zu unterbinden. Um hierfür die technischen und personellen Möglichkeiten unseres Bauhofs deutlich zu erweitern, konnte nun zusätzlich für die nächsten vier Jahre ein qualifiziertes Baumpflegeunternehmen vertraglich gebunden.
All dies sind natürlich sehr arbeits- und kostenintensive Maßnahmen, jedoch ein für die Entwicklung und den Erhalt eines gesunden und ansprechenden Baumbestandes sehr wertvolles Engagement der Gemeinde. Gern sind wir hier als Gemeinde auch Vorbild. Ich wünsche mir, dass sich möglichst viele Anwohner dem anschließen und so auch privater Bestand an Bäumen und Sträuchern in den nächsten Wochen Pflege und Aufwertung erhält.

Leitartikel September 2023 im Ortsblatt "Das Doppeldorf", Seite 3:
Straßen und Wege - wo und wie geht es weiter?
Derzeit schreitet der Ausbau der Rückertstraße voran. Gut hervor treten bereits die Konturen der neuen Fahrbahn und auch der 2,5m breite Geh- und Radweg ist teilweise schon zu erkennen. Bewegung war zudem auch in der Landsberger Straße festzustellen. Hier wurde mit der Instandsetzung des Weges entlang der freien Feldfläche begonnen. Nach Vorarbeiten des Bauhofs hat nun die Straßenmeisterei die Arbeiten an der Landesstraße eingeordnet. Kommunal werden wir in diesem Bereich auch die Wegebeleuchtung modernisieren, wofür bereits die Planungen laufen und der Auftrag noch in diesem Jahr vergeben werden soll. Erstmals wird aus Gründen des Naturschutzes dort eine über Bewegungsmelder gesteuerte Beleuchtung zum Einsatz kommen. Der zweite Bauabschnitt dieses wichtigen Verbindungsweges wird im nächsten Jahr aus Richtung Bruchmühle kommend und mit Anbindung an die Uhlandstraße realisiert werden. Ausgebaut und räumlich neu geordnet wird dann auch die dortige Bushaltestelle, deren Bedeutung mit der Aufnahme des Betriebs der beiden Oberschulen in Fredersdorf und Altlandsberg zunehmen wird. Der dritte Bauabschnitt soll dann im Zeitraum 2025/26 in der Ortslage Eggersdorf bis zur Wilhelmstraße folgen.
Und auch für den geplanten Kreisverkehr an der Wilhelmstraße sind die nächsten Schritte eingeleitet. In Abstimmung mit dem Landesbetrieb, da dies keine kommunale Straße ist, haben wir die nächsten Planungsphasen beauftragt. Aktuell zeichnet sich ab, dass im Zuge der Bauleitplanung auch das Problem der Führung der Landesstraße um den Dorfanger Eggersdorf herum neu geregelt werden kann. Die Führung des Geh- und Radweges, einschließlich einer Querungshilfe auf Höhe des Rehwinkels, ist inzwischen als prioritäres Projekt in ein Entwicklungskonzept des Landes aufgenommen worden. Auch wenn die genannten Abschnitte noch viel Zeit und Arbeit beanspruchen werden, deren Realisierung würde ein schlüssiges Wegekonzept von der Rückertstraße bis zum Bahnhof Strausberg ermöglichen.
Im August ging es nun endlich auch mit dem dringenden Ausbau der Bahnhofstraße im Ortsteil Petershagen los. Der Zustand der Fahrbahn aber auch die schlechten Verhältnisse auf dem dortigen Gehweg sind schon lange ein Ärgernis. Auch hier soll ein gemeinsames Projekt von Land und Kommune nun Abhilfe schaffen. Etwas breiter und damit auch normgerecht soll der zukünftige Gehweg werden, samt moderner und effizienter Wegebeleuchtung. Leider ist es nicht gelungen die notwendige Breite für einen Geh- und Radweg vorzusehen, da hier die naturschutzrechtlichen Belange des geschützten Biotops vor dem Mühlenfließ dem im Wege standen. Dennoch wird der Kompromiss eine deutliche Verbesserung darstellen.
Umso wichtiger ist für uns als Gemeinde die Instandsetzung des Heuweges samt der Heuwegbrücke über das Mühlenfließ. Eine Verbindung, die schon seit mehr als 100 Jahren den sicheren Fuß- und Radverkehr zwischen Petershagen, Bruchmühle und Fredersdorf ermöglicht. Aber deutlich in die Jahre gekommen, muss nun der bauliche Zustand verbessert und eine neue Brücke errichtet werden. Grundsätzlich ist auch zu diesem Vorhaben die Abstimmung mit dem Land zu möglichen Fördermitteln weit gediegen. Leider stellt sich der örtliche NABU vehement mit Drohgebärden gegen dieses Vorhaben. Über die vorgebrachten Argumente wird daher die Gemeindevertretung abwägen müssen.

Ihr Bürgermeister Marco Rutter

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